Ligapokal: FC Schalke 04 - VfB Stuttgart 1:0
Da Ute und ich Urlaub hatten, machten wir uns skodatechnisch auf den Weg zum Finale ins zukünftige WM-Stadion Leipzig. Unterwegs gabelten wir in Bad Hersfeld im McDreck noch Gecko auf. In Sieglindes Heimatstadt Jena dann das erste touristische Highlight: Plattenbauten ohne Ende.
Wir kamen ohne jeglichen Stau durch und da wir ziemlich früh vor Ort waren, fand ich auch einen kostenlosen Parkplatz unmittelbar vor dem Stadion.
Da wir noch keine Eintrittskarten hatten, gingen wir erstmal an der Vorverkaufsschalter der benachbarten Arena. Die Tante erklärte uns jedoch, daß der VfB-Block 44 ausverkauft sei und drückte uns dann Karten für den Block 2 in die Hand; würde unmittelbar links unter dem 44er sein.
Anschließend machten wir uns zu einem Bummel durch die Innenstadt auf: Baustellen ohne Ende, zum Glück jedoch nicht im Barfußgässchen, wo wir in der Fußgängerzone bei Speis und Trank gemütlich verweilten. Natürlich nicht, ohne vorher unsere Tischnachbarn Staudt, Schneider, Rotthaus und Skibbe begrüßt zu haben.
Zu fortgeschrittener Tageszeit wurde es in den ganzen Cafés und Restaurant jedoch zunehmend ungemütlicher, was eindeutig an den „Gesangeskünsten“ des Schlacker Assipacks lag.
Also mit der Straßenbahn auf ins Zentralstadion. Einige Eingangsbereiche des alten Stadions haben sie noch stehen lassen und das neue Teil in den Wall, der vorher die alten Sitzplätze beherbergte, mitten rein gebaut. Da im Gegensatz zu Haupt- und Gegentribüne kein zweiter Rang in den Kurven ist, sieht die Arena irgendwie erst halb fertig aus, ansonsten kein schlechter Neubau. Höchstens die zu geringe Zahl der Fress- und Gesöffstände kann man hier bemängeln.
Vor dem Spiel mußte man noch jede Menge Mist über sich ergehen lassen:
Geträller von einer mir unbekannten Sängerin sowie zwei schwachsinnige Gewinnspiele von betandwin.
Der Kick war dann nicht so berauschend, der VfB verlor verdient mit 0:1 und hatte eigentlich nur Mitte der 2. Halbzeit Möglichkeiten zum Ausgleich. Erwähneswert natürlich noch die zwei roten Karten für die Assis: Doppel-K wegen einem Tritt in die Weichteile von Meise und Lincoln für Spucken ins Gesicht von Hitzl. Das fanden die zahlreich vertretenen Anhänger von Lok Leipzig wohl auch nicht so prickelnd, so daß sie ihre bisher neutrale Haltung aufgaben und die Schlacker bis zum Spielende auspfiffen.
Die Siegerehrung haben wir uns dann logischerweise nicht mehr angetan und so verließen wir mit dem Schlußpfiff das Stadion, wo wir auch erstaunlich gut aus der Stadt rauskamen.
molli63
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