Trainingslager Marbella Januar 2005
Abflug:
Mit den üblichen Komplikationen versehen (unauffindbarer Personalausweis, Votzer Kreislaufversagen mit anschließendem Krankentransport nach Simmern). Am darauffolgenden Tag dann der nächste Versuch, der letztendlich erfolgreicher verlief.
Gebuchter Mietwagen @ Zielflughafen Jerez wurde natürlich intern storniert und eine 2. Karre hatte die Firma nicht, da sie wohl nur online-Geschäfte macht.
Also ab zu den nächsten Läden, bei denen in genau dieser Reihenfolge als Ergebnis herauskam:
1. Horrorpreise, 2. ohne Kreditkarte keine Buchung möglich, 3. dreihundert Öcken Kaution mit ec-Karte hinterlegen. Das mussten wir dann ja notgedrungen in Kauf nehmen.
Fahrt von Jerez nach Marbella:
Gestaltete sich bis auf das Auffinden des Trainingscamps (MPF) relativ harmlos. Nach knapp 2 Stunden Suche und diversen Telefonaten und sms wusste man dann, das das Lager nördlich von San Pedro de Alcantara ist, und NICHT in Marbella. Nach den ersten Trainingseindrücken gings dann zur
Hotelsuche in Marbella:
Zwar 15 km. vom Marbella Paradise of football entfernt, erschien aber zu den umliegenden Hotelbauten eher finanzierbar. Für 60 Öcken pro 3-Bett-Zimmer und Nacht (ohne Frühstück) stiegen wir dann beim nächstbesten Araber ab.
Parkplätze:
Gibts in Marbella keine! Sogar mit südländischen good-will ist nix zu machen, da sowohl die 2. Reihe der Hauptverkehrsstraßen, als auch Einfahrten, Abbiegespuren oder Zebrastreifen zugeparkt sind.
Alternativ kann man auf dem Bürgersteig parken (aber nur bis jemand vom Hotel anklopft und Bescheid gibt, daß die Karre in paar Minuten abgeschleppt wird) oder in diversen Parkhäusern für 1,50 € pro Stunde.
Arztbehandlung:
Ein vereiterter Zahn wird zwar behandelt, jedoch erst nach Ausfüllen von 2 Fragebögen und Abbuchung vom Konto. Deutsche Krankenkarte wird nicht akzeptiert. Vielleicht bei einem anderen Arzt, aber bei den einzigen beiden Deutschen, die auf unserem ständigen Weg vom Hotel nach mpf lagen, auf gar keinen Fall. DAK mal anhauen, wieviel es da von der zweimaligen Aufbohrung und Nachbehandlung wiedergibt.
Burgerking, Supermärkte etc.:
Die haben keinen Bock, morgens aufzustehen, geschweige denn ihr Geschäft aufzumachen. Der BK machte erst nach Mittag auf, um kurz danach zur üblichen Siesta wieder zu schließen. Als Alternative gabs gegenüber von unserem Araber eine ca. 75-jährige mit einem Saftladen, die aber kaum noch was sehen und zusammenrechnen konnte.
Trainingscamp:
Für in Marbella wohnende VfB-Fans eigentlich viel zu weit vom Schuß. Knappe 60 km. waren also jeden Tag zu absolvieren. Die Preise in dem Bierzelt gingen für dortige Verhältnisse eigentlich sogar. Wahrscheinlich, weil es von Deutschen betrieben wurde. Flaschenbier und Blechochsen konnte man auch leicht reinschmuggeln.
Anwesende Vereine:
Mit Mönchengladbach, Bochum, Nürnberg, Unterhaching, Burghausen, Utrecht und weiß der Geier, wer noch alles, eigentlich viel zu viel. Ich wage aber mal zu bezweifeln, daß das Bierzelt nach der Abreise von MG bei wesentlich weniger Vereinen noch da stehen geblieben wäre.
Fanutensilien:
Gabs natürlich mal wieder viel zu wenige (meinten auch einige beim VfB Beschäftigte).
Es gab für die meisten ein Cap, einen Schal und einen Anstecker, für einige Zuspätkommer auch gar nix.
Trotz mehrmaliger Nachfrage bei Costa bezüglich 4 Söhnen im näheren Bekanntenkreis ;-) hab ich das dann irgendwann aufgegeben.
Temperatur:
In Marbella, besonders am Strand, war es tagsüber eigentlich relativ angenehm. Aber hier zu frühen und späteren Stunden sowie auf der Anhöhe im mpf-camp war es generell empfindlich kühl: Kein Vergleich zum Vorjahr an der Algarve.
Fazit:
Kann man fantechnisch zwar hinfahren, mich wird man aber an gleicher Stelle nächstes Jahr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr antreffen.
Nervend vor allen Dingen die ständige Parkplatzsuche und der ständige Öckenalarm.
molli63 alias Paul
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